Armor-Lux – eine bretonische Erfolgsgeschichte mit gestreifter Mode


3 Minuten Lesezeit

Der Streifenlook ist in der Modewelt zeitlos. Doch die Wenigsten wissen: Wie so vieles Maritimes findet auch dieser Trend seinen Ursprung in der Bretagne, das behaupten zumindest die Touristiker der Tourismusorganisation der Bretagne.

Bretonische Fischer trugen nämlich seit jeher indigoblau- und weißgestreifte Pullover, da sich diese im dunklen Wasser des Atlantiks am besten abheben. Über Bord gegangene Fischer konnten so schneller gerettet werden. Jede bretonische Fischerfamilie hatte ihre eigenen Streifen – unterschiedlich in der Anzahl, aber immer indigoblau.

1858 übernahm die französische Marine die Streifenpullover offiziell als Uniform und vereinheitlichte das Design: 21 Streifen sollten es werden, für jeden Sieg Napoleons einen. Coco Chanel führte den Streifenlook 1917 in die Modewelt ein und mit so berühmten Fans wie Pablo Picasso, Brigitte Bardot, Charlotte Gainsbourg und James Dean avancierte der Ringellook schnell zum modischen Symbol des lässig-schicken Savoir-Vivre Frankreichs.


Weitere Erlebnistipps für Frankreich


Die Geschichte von Armor Lux begann 1938, als der Deutschschweizer Walter Hubacher mit 31 Jahren in die Bretagne auswanderte, um die Strickerei für Unterwäsche und bretonische Streifenpullover zu gründen. 1970 erschien die erste vollständige Kollektion „Prêt-à-porter“.


1993 übernahmen die beiden Bretonen Jean-Guy Le Floch und Michel Guéguen das Unternehmen. Ihr Ziel war es, Armor-Lux dauerhaft in der Bretagne zu halten und konstant hochwertige Qualität zu produzieren. Armor-Lux fertigt heute in der Bretagne, aber auch außerhalb Europas, wie Tunesien und Marokko. Das Unternehmen produziert auch Arbeitsbekleidung für Behörden und Unternehmen.

Ausgezeichnet als „Association Jeunesse Entreprise“ fördert Armor-Lux heute in besonderem Maße die Ausbildung junger Menschen. Als „Entreprise du Patrimoine Vivant“ (Unternehmen des lebendigen Erbes) steht es zudem in einer Reihe mit Chanel und Dior. Für sein nachhaltiges Engagement ist Armor-Lux u. a. mit den Labels „Fairtrade“ und „Ecocert“ zertifiziert.

Im Alltag der Bretonen ist Armor-Lux fest verankert. Als Mäzen regionaler Institutionen sowie Partner der Marke BRETAGNE fördert Armor-Lux Atlantik-Segelregatten sowie bekannte Events wie die Hafenfestivals in Brest und Douarnenez und das weltgrößte Festival Interceltique in Lorient.

Auch in der Hauptstadt Rennes wird der Streifenlook getragen. / Foto: DIAPHANE/ELL PROD
Auch in der Hauptstadt Rennes wird der Streifenlook getragen. / Foto: DIAPHANE/ELL PROD

Heute verkauft Armor-Lux fünf Millionen Teile pro Jahr in mehr als 20 Ländern weltweit. Für deutsche Kunden gibt es zwei Flagshipstores an der Küste – in Westerland und Hamburg – sowie einen Onlineshop unter https://de.armorlux.com/.

Mehr als zehn verschiedene Varianten der Streifenshirts hat Amor-Lux schon entworfen und mit jeder neuen Kollektion kommen weitere Farben und Stile des Klassikers hinzu.

Neben den gestreiften Oberteilen produziert Armor-Lux jährlich mehr als 1.000 neue Kleidungsstücke und Accessoires für Damen, Herren, Kinder und Babies. Liebhaber und Unternehmen können sich unter https://de.armorlux.com/ma-mariniere/de/ auch ihre eigenen bretonischen Matrosenshirts mit personalisierter Stickerei entwerfen.

Ein persönliches Shirt kreieren. Bild: Screenshot Armor-Lux
Ein persönliches Shirt kreieren. Bild: Screenshot Armor-Lux

Da fällt mir ein, zum Abschluss meines Hausboot-Trips mit Locaboat Holidays im Burgund, habe ich mir doch auch so ein „Seemanns“-T-Shirt im Shop des Hausbootanbieters gekauft. Jetzt gleich mal aufs Etikett geschaut: Enttäuschung – es ist nicht von Armor-Lux.

IP

Mein Video-Reisebericht über den Hausboot-Ausflug:

Weitere Informationen:

http://www.bretagne-reisen.de/

facebook.com/FansDerBretagne

instagram.com/fansderbretagne

youtube.com/user/BretagneFans

E-Mail: info.de@france.fr

www.france.fr

Titelfoto / Saint-Laurent – Paar mit Streifenlook. / Foto: BERTHIER Emmanuel


Weitere Erlebnistipps für die Bretagne


 


Schreibe den ersten Kommentar

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.