Deutschland: Die zehn besten Seen zum Stand-up-Paddeln

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In Pandemiezeiten ist Urlaub in Deutschland besonders beliebt. Und Tätigkeiten in der freien Luft erst recht. Neben Wakeboarden, Windsurfen oder Kajakfahren boomt seit ein paar Jahren eine Trendsportart: Stand-up-Paddeln.

SUP, wie Stand-up-Paddling kurz genannt wird, gibt es in den verschiedensten Formen und kann schnell erlernt werden. Von SUP-Yoga über SUP Fitness bis hin zu SUP mit dem Hund ist mittlerweile für jeden etwas dabei. Doch auch das klassische Stand-up-Paddeln ist definitiv ein Ganzkörper-Workout und macht zudem noch Spaß. Aber Achtung: Jeder See hat eigene Regeln und Gegebenheiten, über die man sich zuvor informieren sollte.

Wer den Trendsport aus Hawaii einmal ausprobieren möchte, sollte sich zu Beginn am besten ein SUP-Board bei einem Verleih mieten und sich dort von Profis instruieren lassen. Doch an welchen Seen in Deutschland gibt es eigentlich die meisten SUP-Verleihe?

Holidu, eine Suchmaschine für Ferienhäuser, hat untersucht, welche Seen in Deutschland sich am besten zum Stehpaddeln anbieten. Dafür wurden Daten aus Google Maps mit den meisten SUP-Verleihen pro See erhoben.

Die Hitliste

1. Bodensee: 57 Treffer

Der allseits beliebte Bodensee belegt den ersten Platz im Ranking. Rund um den See gibt es über 50 SUP-Verleihe, weshalb er ein Eldorado für Liebhaber des Trendsports ist. Auch wenn der Bodensee gerne von Wassersportlern aufgesucht wird, ist es ratsam, sich zunächst über die Gegebenheiten und eventuelle Gefahren zu informieren. Wer sich beispielsweise weiter als 300 Meter vom Ufer entfernt, ist verpflichtet, eine Schwimmhilfe mitzuführen.

2. Chiemsee: 15 Treffer

An zweiter Stelle in der Rangliste befindet sich der Chiemsee. Im Vergleich zum Bodensee gibt es hier zwar weniger Möglichkeiten ein Stand-up Board auszuleihen, jedoch ist der Chiemsee auch deutlich kleiner als der Bodensee. Sowohl für Beginner als auch für Fortgeschrittene bietet der Chiemsee optimale Voraussetzungen. Anfänger können sich an den seichten Ufern mit dem SUP vertraut machen, während etwas Erprobtere zum Beispiel zur Frauen- oder Herreninsel paddeln können. Der traumhafte Ausblick auf die Chiemgauer Alpen ist ein zusätzlicher Pluspunkt.

3. Starnberger See: 12 Treffer

Dem Chiemsee auf den Fersen ist ein weiterer See in Bayern: der Starnberger See. Ein Dutzend Anbieter statten Stand-up-Paddler mit allem aus, was sie für eine Fahrt auf dem Wasser benötigen. Bei gutem Wetter reicht die Sicht vom See sogar bis zur Zugspitze. Im Winter sollte auf Wassersport verzichtet werden, um Zugvögeln Raum für die Nahrungsaufnahme zu geben.

4. Steinhuder Meer: 8 Treffer

Das Steinhuder Meer hat sich seinen Namen verdient, denn mit 31 Quadratkilometern ist der See der Größte in Nordwestdeutschland. Und ist bestens zum Stehpaddeln geeignet – die durchschnittliche Tiefe beträgt nur 1,40 Meter. Bei acht Verleihen können sich Interessenten mit den notwendigen Materialien ausstatten und sich eine kurze Einführung geben lassen.

5. Müritz: 7 Treffer

Die Müritz, der größte in Deutschland gelegene See, bewegt sich in der Rangliste im Mittelfeld. Das weitläufige Flachwassergebiet am Ostufer ermöglicht vor allem Anfängern erste Paddelversuche. Sieben Vermietungen gibt es für SUP-Boards und Zubehör an der Müritz, die meisten davon in oder nahe der größten Ortschaft Waren. An einigen Stellen ist Wassersport zum Schutz der Natur nicht gestattet. Die Grenze des Nationalparks ist mit gelbroten Tonnen kenntlich gemacht.

6. Ammersee: 7 Treffer

Auch der Ammersee in Bayern bietet sich für Neulinge an, denn er verfügt über sehr flache Uferzonen und viele der Badebereiche und Strandbäder werden überwacht. Ebenso wie am Starnberger See besteht am Ammersee von November bis März eine freiwillige Vereinbarung der Wassersportler, die Winterruhe von Wasservögeln einzuhalten. Darüber hinaus wurden ganzjährige Schutzzonen eingerichtet, an denen Paddeln verboten ist.

7. Schweriner See: 6 Treffer

Ein weiterer See in Mecklenburg-Vorpommern, der zum sanften Dahingleiten auf dem SUP in Frage kommt, ist der Schweriner See. An sechs unterschiedlichen Stellen entlang des Sees haben Bewegungsfreudige die Chance, sich ein Brett zu leihen und aufs Wasser zu schippern. Dabei gibt es den Blick auf das Schloss Schwerin obendrauf. Wie an vielen anderen Gewässern, wurde auch hier eine freiwillige Einschränkung für Wassersportler zugunsten des Naturschutzes getroffen.

8. Baldeneysee: 6 Treffer

Südlich der Stadt Essen liegt der Baldeneysee, welcher der größte der sechs Ruhrstauseen und ein viel besuchtes Naherholungsgebiet ist. Aufgrund seiner überschaubaren Größe bietet sich der Baldeneysee gut zum Paddeln an. Doch an manchen Stellen ist Vorsicht geboten: Das unter Naturschutz stehende Gebiet in Heisingen darf nicht befahren werden und ist mit Bojen gekennzeichnet. Außerdem sollte vor allem in den Sommermonaten auf den Schiffverkehr geachtet werden. Insgesamt gibt es auch an diesem See sechs Leihstationen.

9. Plauer See: 6 Treffer

Nach der Müritz und dem Schweriner See ist der Plauer See der drittgrößte in Mecklenburg-Vorpommern und ebenfalls ein beliebter See zum „Suppen“. Das Westufer, wo sich auch Plau am See befindet, ist ein häufig genutzter Startpunkt für viele Sport- und Freizeitaktivitäten. Wer kein eigenes SUP-Brett besitzt, kann sich an einer der sechs Vermietungen vor Ort eines ausleihen.

10. Forggensee: 5 Treffer

Der Forggensee im bayerischen Allgäu hat es im Ranking auf den zehnten Platz geschafft. Der schöne See besticht mit Berg-Panorama und Sicht auf die Schlösser Neuschwanstein, Hohenschwangau sowie auf das Hohe Schloss Füssen. Da entlang des gesamten Ufers nicht gebaut werden darf, gibt es zahlreiche Einstiegsstellen für Stand-up-Paddler. Hier versorgen fünf Verleihe SUP-Fans mit passender Ausstattung.

Zur Methode

Das Ranking wurde von der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu erstellt. Dafür hat Holidu aus einer Liste von 3.070 Seen in Deutschland, die der Online-Enzyklopädie Wikipedia entnommen wurde, eine Vorauswahl von 100 Seen getroffen. Entscheidend für die Vorauswahl war das Suchvolumen (Das Suchvolumen beschreibt die Anzahl der Suchanfragen pro Monat für ein bestimmtes Keyword, also wie oft ein Begriff in eine Suchmaschine eingetippt wird) der jeweiligen Seen. Die Daten wurden im Juni 2021 aus Google Maps extrahiert, indem jeder See in Kombination mit den Schlagworten „Stand-up-Paddeln“ und „SUP“ (kurz für Stand-up-Paddeln) untersucht wurde. Holidu erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Titelfoto: Holidu

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