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Bevor die Besucher in die Dauerausstellung strömen können, wird der Museumsbau am 9. und 10. Juni 2018 der Öffentlichkeit mit einem großen Fest präsentiert. Foto: ©HdBG

Haus der Bayerischen Geschichte – ein Haus der Zukunft

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2018 feiert Bayern einhundert Jahre Freistaat und zweihundert Jahre Verfassung des Königreichs. Aus historischem Anlass prägen zwei Paukenschläge dieses Jubiläum: Die Eröffnung des neuen Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg (9. Juni) und die Bayerische Landesausstellung 2018 in Kloster Ettal.

Der Neubau des Hauses der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt in Regensburg selbst ist ein modernes Monument historischer Dimensionen. Es soll ein Haus der Zukunft für die Geschichte der Gegenwart sein. Bisher hat der Freistaat Bayern seine Historie in jedem Jahr an einem anderen Ort in Bayern mit einem Thema von aktuellem Interesse gezeigt. Ab 2019 wird das Museum in Regensburg die erste feste Station des Hauses der Bayerischen Geschichte.

Was Bayern so besonders macht

Bevor die Besucher in die Dauerausstellung strömen können, wird der Museumsbau am 9. und 10. Juni 2018 der Öffentlichkeit mit einem großen Fest präsentiert. Wie Bayern Frei­staat wurde und was ihn so besonders macht – darum geht es in der Dauerausstellung des Museums.

So wird das Haus der Bayerischen Geschichte mal aussehen, wenn es fertig ist. Foto: ©HdBG
Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg am Wasser. Foto: ©HdBG

Mit besonderen Exponaten und Medieninstallationen wird auf 30 Bühnen und in acht Kulturkabinetten Bayerns Weg zum modernen Staat nachgezeichnet. Ein 360-Grad-Panorama erzählt in fünf prägenden Episoden „bayerische“ Geschichte von 100 bis 1800 und verknüpft sie mit zentralen historischen Stätten und Sehenswürdigkeiten in Regensburg.


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Gezeigt werden auch die typisch bayerischen Klischees und was dahinter steckt. Schließlich wurde und wird mit den Bayern viel verbunden – von den Dialekten, den großen Festen, der Bauwut, dem heiligen Theater bis zur großartigen Natur.

Bei all den historischen Geschichten stehen die Menschen im Vordergrund. Zahlreiche Bürger gaben etwa 1.500 persönliche Erinnerungsstücke an das Museum. Damit werden neben den „großen“ Geschichten auch die vielen „kleinen“ der Bayerinnen und Bayern erzählt.

Noch im Bau: Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg am Donaumarkt / Foto: altrofoto.de

Bayerisches Lebensgefühl im Museum: Um den Mythos Bayern im neuen Museum auch kulinarisch erlebbar zu machen, darf ein bayerisches Wirts­haus natürlich nicht fehlen. Für das Wirtshaus ist im Erdgeschoß des Ge­bäudes ein prominenter Bereich mit Blick auf die Donau reserviert. Bei schönem Wetter mit Bewirtung im Biergarten unter Kastanien – wie es sich für Bayern gehört. Schließlich startet im nächsten Jahr auch die Bavariathek. Das neue Online-Portal macht das Museum fit für die multimediale Welt. Alle historischen Bestände, vor allem das große Bildarchiv des HdBG, werden digitalisiert und öffentlich zugänglich gemacht.

Weitere Infos:

https://www.museum.bayern/museum.html

http://www.hdbg.de/basis/index.php

©HdBG

Bayerische Landesausstellung 2018

Unter dem Titel „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ wird sie vom 3. Mai bis 4. November 2018 im Kloster Ettal in den Ammergauer Alpen präsentiert. Veranstalter sind das Haus der Bayerischen Geschichte, Kloster Ettal und der Landkreis Garmisch-Partenkirchen in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung.

Ausstellung Mythos Bayern. Foto: ©HdBG

 

Auf rund 1500 Quadratmetern des Klosters wird dem „Mythos Bayern“ nachspürt: Woher kommt er eigentlich? Wer hat ihn gemacht? Und wie sieht er aus?

Es ist gerade diese Landschaft in den Voralpen – Wald, Berge und Seen – die das Bild von Bayern prägt. Sie ist Millionen Jahre alt und vor allem menschengemacht. Sie wird zum Motiv der Maler und der Muse der Dichter, zum Rückzugs- und Sehnsuchtsort für den Märchenkönig Ludwig II. Panoramen und Inszenierungen der Ausstellung führen mitten in dieses Bild, geleiten die Besucher über Berge, durch Wälder und an Flüssen entlang, begegnen den Menschen, die dort dauerhaft leben oder als Gäste kommen. Im November 1918 wird der Freistaat Bayern ausgerufen. Freistaat meint frei von Monarchie und Ständen. Nach dem 2. Weltkrieg steht der Begriff für ein oftmals widerspenstiges Land. Jedenfalls kann jeder für sich den Mythos Bayern herausfinden. Auf der Bayerischen Landesausstellung 2018 im Kloster Ettal.

Günter Knackfuss

Titelfoto / Bevor die Besucher in die Dauerausstellung strömen können, wird der Museumsbau am 9. und 10. Juni 2018 der Öffentlichkeit mit einem großen Fest präsentiert. / Foto: ©HdBG

Unter dem Titel „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ wird die Landesausstellung vom 3. Mai bis 4. November 2018 im Kloster Ettal in den Ammergauer Alpen präsentiert. Foto: HdBG / Olaf Herzog

 


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