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Blick über das Münchner Oktoberfest / © München Tourismus / Tommy Lösch

Oktoberfest München: Nach zwei Jahren gibt es wieder die Wiesn

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Inhalt:

München hat das Oktoberfest wieder. Nach zwei Jahren coronabedingter Pause findet das größte Volksfest der Welt 17 Tage lang vom 17. September bis zum 3. Oktober auf der Theresienwiese statt.

Das Oktoberfest beginnt wie in jedem Jahr mit dem berühmten Ausruf “Ozapft is!” des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter beim traditionellen Fassanstich am Samstag, 17. September, 12 Uhr, in der Schottenhamel-Festhalle.

Das Festareal

Das Festgelände erstreckt sich über eine Fläche von 34,5 Hektar. Zum Oktoberfest 2022 haben sich 918 Betriebe beworben. 487 Betriebe wurden in diesem Jahr zugelassen, darunter 145 aus der Gastronomie, 180 Schaustellergeschäfte, 2189 Marktkaufleute sowie mehrere Servicebetriebe. Erstmals bietet die kommunale Tourismusorganisation München Tourismus einen Informationsstand auf dem Gelände an. Er befindet sich unweit des Haupteingangs in der Wirtsbudenstraße. Rund 13.000 Personen sind auf dem Oktoberfest beschäftigt.

Das Wiesn-Angebot Festbier und Kulinarisches

In den 17 Festhallen mit zusammen rund 120.000 Sitzplätzen werden die speziellen Oktoberfestbiere der sechs Münchner Großbrauereien Augustiner, Hacker-Pschorr, Löwenbräu, Paulaner, Spaten und Staatliches Hofbräuhaus mit einer Stammwürze von rund 13 Prozent ausgeschenkt.

Dazu findet sich eine breites Speisenangebot von klassisch bis vegan. Insgesamt laden 39 gastronomische Mittel- und Großbetriebe zum Feiern ein. Der Bierpreis steigt natürlich wieder. Der Preis für einen Liter Festbier variiert zwischen 12,60 Euro und 13,80 Euro. Auch die Preise der alkoholfreien Getränke gehen weiter nach oben. Die Durchschnittspreise der alkoholfreien Getränke betragen pro Liter für Tafelwasser 9,67 Euro, Spezi 10,85 Euro und für Limonade 10,35 Euro.

Bierzelt Ochsenbraterei / © München Tourismus, B. Roemmelt
Bierzelt Ochsenbraterei / © München Tourismus, B. Roemmelt

Neu auf der Wiesn 2022

Das Oktoberfest verändert sich jedes Jahr. Sei es, dass neue Festzelte aufgebaut werden oder alte Festzelte neue Wirte bekommen, dass neue Drinks oder Schmankerl angeboten werden oder, dass mehr Bio angeboten wird.

Eine Neuheitenregelung sorgt dafür, dass das Münchner Oktoberfest für Innovationen im Bereich der Fahrgeschäfte und Unterhaltungsgeschäfte attraktiv bleibt. Auf diese Weise kann das Fest seine Anziehungskraft zwischen Tradition und Moderne behaupten.

Gastronomie

Auf dem Oktoberfest öffnen in diesem Jahr zwei neue Zelte für ihre Gäste. Auf der Oidn Wiesn bekommt das Volkssängerzelt einen neuen Wirt.

Die Pschorrbräu-Festhalle Bräurosl ist völlig neu entstanden und wurde in diesem Jahr als erstes Zeit aufgebaut. Als Festwirt begrüßt dort erstmals Peter Reichert die Gäste.

Das bisher von Peter Reichert betriebene Volkssängerzelt auf der Oidn Wiesn wird künftig von der Wirtsfamilie Stiftl unter dem Namen Volkssängerzelt Schützenlisl betrieben. Dadurch wurde bei den Hühnerbratereien ein Platz frei für ein neues Zelt, das unter dem Namen Münchner Stubn von der WE Festzelt GmbH betrieben wird. Dahinter stehen Kathrin Wickenhäuser-Egger und Alexander Egger, die sich in diesem Jahr erstmals auf ihre Wiesn-Gäste freuen.

Neu im Gastrobereich ist auch die Wiesn Insel Cocktailbar von Angela Zettl-Nikolic. Der Cocktailstand im karibischen Flair wurde in Containerbauweise errichtet. Angeboten werden verschiedenste Cocktails, meist unter Verwendung von fair gehandelten, biologischen oder regional erzeugten Produkten.

Schaustellerbereich

Neu im Schaustellerbereich sind in diesem Jahr die Geschäfte „Circus Circus“ und „oktoVRfest“ sowie das Schießgeschäft „Dschungel Bogenschießen“.

Der Circus-Circus ist das perfekte Familienkarussell. In jeder der zwölf Gondeln finden bis zu vier Fahrgäste Platz. So kann die ganze Familie die Fahrt gemeinsam erleben. Mitfahren dürfen Kinder ab sechs Jahren.

Der Hauptantrieb des Karussells beginnt in der Mitte mit einer leichten Drehbewegung während die Gondelverbunde an den Enden der Hubarme sanft rotieren. Die Bremsen der Gondelaufhängungen lösen sich – die Gondeln schwingen nun frei um bis zu 360 Grad. Dann legt das Tempo zu und die Hubarme beginnen sich in einer Wellenbewegung an zu heben und wieder zu senken.

Erstmals auf der Wiesn ist auch „OktobVRfest-Virtual Reality“. Dabei handelt es sich um ein fertiges Virtual-Reality-Sytem, inklusive verschiedener Spiele. Im Inneren können maximal acht Spieler, jeweils einer bis vier Spieler pro Arena, mit eigener VR-Brille und Controllern spielen. Das Geschäft ist im Industrial-Design gestaltet. Es weist einfache, klare rohe Strukturen und zweckmäßig verbaute Materialien auf. Die untere Ebene ist barrierefrei und somit auch mit Rollstuhl zugänglich.

Bierzelte und Riesenrad / © München Tourismus, Tommy Lösch
Bierzelte und Riesenrad / © München Tourismus, Tommy Lösch

Immer wieder rundherum

180 Fahr-, Schau- und Belustigungsgeschäfte stehen für die Gaudi auf der Wiesn bereit. Typisch für das Oktoberfest ist die besondere Mischung aus Hightech und Nostalgie. Neben spektakulären Großfahrgeschäften finden sich auch Traditionsbetriebe, die nur noch auf dem Oktoberfest anzutreffen sind, zum Beispiel das „Teufelsrad“, die „Krinoline“ und die Wiesn-Institution „Varieté Schichtl“. Rund 90 Prozent der Schaustellerbetriebe haben ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert; dazu gehören unter anderem die Schiffschaukeln, Rutschbahnen und Irrgärten.

Öko-Wiesn

1997 wurde das Oktoberfest mit dem Bundesprojektpreis für „Umweltrichtlinien für Großveranstaltungen“, dem sogenannten „Öko- Oscar“, ausgezeichnet. Auch heute setzt das größte Volksfest der Welt Maßstäbe bei der Umsetzung umweltverträglicher und ökologisch relevanter Maßnahmen bei Großveranstaltungen: Abfallreduzierung, Wasser-Recycling, Verwendung von M-Ökostrom und Schmankerlangebote aus zertifiziertem Bio-Anbau und artgerechter Tierhaltung.

Familientage

Gute Gelegenheiten für einen preiswerten Wiesn-Bummel geben zwei Familientage, die an den beiden Dienstagen stattfinden. Hier gibt es ermäßigte Fahr-, Eintritts- und Verkaufspreise.

Armbrustschützenzelt / © München Tourismus, B. Roemmelt
Armbrustschützenzelt / © München Tourismus, B. Roemmelt

Öffnungs- und Betriebszeiten

Das Oktoberfest ist ein Fest der Landeshauptstadt München. Veranstalter ist das städtische Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW).

Das Oktoberfest 2022 beginnt am 17. September, 12 Uhr mittags, und endet am 3. Oktober mit dem Betriebsende.

Wann und wie lange Bier fließen darf

Am Eröffnungstag dürfen die gastronomischen Groß- und Mittelbetriebe ab 10 Uhr alkoholfreie Getränke (kein alkoholfreies Bier) und kleine Gerichte verkaufen. Ab 12 Uhr darf dann Alkohol ausgeschenkt werden. In der Regel kann dann Alkohol an Werktagen ab 10 Uhr und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab 9 Uhr ausgeschenkt werden. Ausschankschluss ist für Großbetriebe um 22:30 Uhr, kleinere Betriebe können bis 23 Uhr ausschenken.

Die Schaustellergeschäfte öffnen täglich ab 9 Uhr und sind in der Regel bis 23:30 geöffnet.

Die Wiesn selbst kosten keinen Eintritt. Anders ist es bei den Oidn Wiesn. Dort kostet der Eintritt drei Euro Eintritt, Kinder bis 14 Jahre dürfen gratis auf die Oide Wiesn. Dafür bezahlt man aber auch nur einen Euro bei den dortigen Fahrgeschäften. Nach 21 Uhr ist der Eintritt frei (nur über die Ausgänge!)

Die Oide Wiesn öffnet täglich von 10 bis 22.30 Uhr mit Musik- und Ausschankschluss um 21:30 Uhr. Um 23 Uhr schließt die Oide Wiesn.

Schwerstarbeit: Bedienung auf dem Muenchner Oktoberfest / © München Tourismus / J. Wildgruber
Schwerstarbeit: Bedienung auf dem Muenchner Oktoberfest / © München Tourismus / J. Wildgruber

Bier, Brezeln, Tracht und Dirndl gehören auf dem Oktoberfest zusammen / Foto: pixabay.com / 089photoshootings
Bier, Brezeln, Tracht und Dirndl gehören auf dem Oktoberfest zusammen / Foto: pixabay.com / 089photoshootings

Lies auch unseren Beitrag: Die meisten Brauereien in Deutschland gibt es in Bayern und Baden-Württemberg


Die Oide Wiesn auf dem Südteil der Theresienwiese

Angefangen hat alles 2010 mit der Jubiläumsfeier „200 Jahre Oktoberfest“. Nostalgische Volksfestattraktionen, bunte Trachten, Pferderennen, Museums- und Tierzelt sowie Festzelte, in denen Gemütlichkeit und bayrisches Brauchtum im Mittelpunkt standen, machten die Veranstaltung zu einem absoluten Publikumsliebling. Mit der Oidn Wiesn setzt sich dieser Erfolg fort. Sie ist, die in etwas abgeänderter Form, seit 2011 zum festen Bestandteil des Oktoberfests geworden.

Schaustellerei

Fans historischer Fahrgeschäfte finden auf der Oidn Wiesn echte Schaustellernostalgie. Hier dreht sich der „Kettenflieger Kalb“ von 1919, die „Dicke Berta“ stellt Muskelkraft auf die Probe und die „Fahrt ins Paradies“ über Berg und Tal oder der 50er Jahre-Hit „Calypso“ wecken Volksfest-Erinnerungen. Klassiker wie Schiffschaukel und Kinderkarussell runden neben historischen Wurf- und Schießbuden das Angebot ab.

Alle Fahrgeschäfte können für nur einen Euro gefahren werden.

Museumszelt

Im Museumszelt der „Historischen Gesellschaft Bayerischer Schausteller e.V.“ wird die Geschichte des Oktoberfestes lebendig. Exponate der „Münchner Schausteller-Stiftung“, deren Sammlung im Münchner Stadtmuseum verwahrt ist, laden zu einer Reise durch die Vergangenheit ein. Vom Münchner Springpferdekarussell aus dem Jahr 1945, einem Nachbau des Velodroms, bis zum Wohnwagen-Unikat der Firma Stork von 1952/53, der viele Jahre von der Oktoberfestpressestelle als Büro genutzt wurde, gibt es viel zu entdecken.

Auf der Wiesn ist viel los / © München Tourismus, Sigi Müller
Auf der Wiesn ist viel los / © München Tourismus, Sigi Müller

„Neue Geister eingetroffen“

Die diesjährige Sonderausstellung im Museumszelt ermöglicht den Blick hinter die Kulissen der Geisterbahnen. Schätze aus dem Münchner Stadtmuseum werden ergänzt durch private Leihgaben. Eine große Auswahl an einzigartigen und extra-schaurigen Geistern, Fassadenteilen und weiterem Gruselzubehör aus der Zeit von 1947 bis 1975, werden nach Jahren des Dornröschenschlafes wieder dem Publikum präsentiert. Sie stammen aus dem Fundus des Stadtmuseums und aus privatem Besitz.

Fotos zeigen den Einsatzort der Geister und auch über ihre Biographie wird informiert.

Neu: Volksfestwelt im Miniformat

Hans-Heiner Ruoff war ein begnadeter Bastler und auf der Kirmes in Hadmar im Westerwald für die Elektrik zuständig. Im Maßstab 1:12 hat er die Highlights „seiner“ Kirmes nachgebaut. 15 Modelle, vom Riesenrad bis hin zum Kinderkarussell rekonstruierte er detailgetreu aus Altmetall und Sperrmüll-Sammlungen. Die filigranen Miniaturen befinden sich seit 2020 im Besitz der Historischen Gesellschaft Bayerischer Schausteller e.V..

Anlässlich des 100. Geburtstages des Erbauers hatte Familie Heiner und Monika Ruoff die Schenkung veranlasst. Zum ersten Mal werden sie heuer im Museumszelt ausgestellt.

Neu im Velodrom: Hochräder für Kinder und Jugendliche

Im „Humoristischen Velodrom“ des Museumszelts können die Scherzräder, zum Beispiel mit versetzter Achse oder mit Armantrieb, ausprobiert werden. Für Kinder und Jugendliche stehen heuer erstmals passende Hochräder zur Verfügung. In alter Manier kommentiert ein Rekommandeur das Geschehen auf der Fahrbahn. Das Velodrom gehört zu den ältesten Vergnügungsbetrieben und wurde von 1901 bis 1962 auf der Wiesn aufgebaut.

Achterbahn vor Frauenkirche / © München Tourismus, B. Roemmelt
Achterbahn vor Frauenkirche / © München Tourismus, B. Roemmelt

70 Jahre Oktoberfestplakat

Seit 1952 lobt die Landeshauptstadt München in einem Wettbewerb das Oktoberfestplakat aus. Das Siegermotiv wirbt auf Plakaten, im Internet, und in den sozialen Medien für die Wiesn und findet sich auf dem offiziellen Sammlermaßkrug und anderen Lizenzartikeln.

Die vollständige Plakatreihe ist im Museumszelt ausgestellt. Im „Museumsstandl“ können exklusive Nachdrucke der Oktoberfestplakate (1952 bis 2018) zum Preis von 12 Euro pro Plakat erworben werden.

Urwald-Dämonen

Auf der Parade der Schaubude „Urwald-Dämonen“ spielen am Nachmittag verschiedene Volksmusikgruppen, dazu kann man sich Brotzeit aus der historischen Wurstbraterei schmecken lassen. Oder man schaut vom Museumsgarten auf dem Freigelände dem Volksfesttreiben zu, lauscht dem Klang der Jahrmarktsorgeln und bestaunt die Ausstellung historischer Bulldogs und Zugmaschinen. Das Kino vor dem Zelt zeigt historisches Bildmaterial und Filme rund um die Wiesn.

Neu: Kleinkunstbühne auf der Kegelbahn

Musiker*innen, die ohne Instrument über die Oide Wiesn stromern, können auf der Bühne der Historischen Kegelbahn zugreifen: Hier stehen ihnen Instrumente zum Aufspielen zur Verfügung. Die Kegelfans wird die musikalische Unterhaltung auch freuen.

Anton Gruber, der „Praterwirt“, durfte auf dem Oktoberfest 1818 erstmals und als einziger Betrieb „Volksbelustigungen“ präsentieren: Schaukeln, Karussells mit hölzernen Pferden und – Kegelbuden.

200 Jahre später können die Gäste auf der neuen klassisch-historischen Kegelbahn, diesmal neben dem Museumszelt, wieder alle Neune abräumen. Die Geschosse werden im Zielraum mit einem Seilzugmechanismus aufgestellt, der nach historischen Vorlagen gebaut wurde. Die Kegelbahn ist inklusiv: Sportliche Rollifahrer dürfen sich ebenfalls im Kegeln versuchen, eine Rampe sichert das problemlose Zuschauen für Menschen mit Handicap.

Für Kinder, die mit speziellen Kinderkugeln spielen können, ist die Gaudi kostenlos, Erwachsene zahlen für drei Schub 2,50 Euro.

Die Kegelbahn kann auch gruppenweise für eine halbe Stunde gebucht werden, mail@historische-kegelbahn.de.

Kinderprogramm im Museumszelt

Wer bekommt das Wiesn-Diplom? Montags bis freitags können sich Kinder ab 6 Jahren von 11 bis 15 Uhr bei Kinderschminken, Luftballonkunst oder Radfahren im Velodrom im Museumszelt amüsieren, die Teilnahme ist kostenlos, Schulklassen sind herzlich willkommen). Auch Führungen über die Oide Wiesn werden angeboten.

Am Info-Stand des Fördervereins für Bairische Sprache und Dialekte e.V. (www.fbsd.de) können die Kinder bei einem Suchspiel ihre Kenntnisse des Bairischen testen und gleichzeitig viel über die Geschichte der Schaustellerei lernen.

Wer erfolgreich alle Fragen bei dem Suchspiel über die Oide Wiesn beantwortet, erhält das Wiesn-Diplom und darf sich über einen kleinen Preis freuen.

Das Museumszelt ist von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, die Teilnahme am Kinderprogramm kostenlos. Mehr Infos zum Museumszelt: www.historische-gesellschaft-bayerischer-schausteller.bayern

Die Festzelte

Das Festzelt Tradition der Wirtefamilien Winklhofer und Wieser setzt auf Blasmusik und Auftritte bayerischer Trachtenvereine. Serviert wird Augustiner Wiesn-Edelstoff aus dem Holzfass im typischen Keferloher.

Im Limogarten mit eigenen Kindertoiletten und Wickelmöglichkeit können Kinder für einen Euro unbegrenzt Limo aus dem Limobrunnen zapfen.

Am zweiten Wiesn-Montag, 26. September, lässt das Festzelt Tradition den „Maurer-Montag“ vergangener Tage als „Handwerker-Montag“ wieder aufleben: Egal aus welchem Handwerk sei kommen, Gäste, die in ihrer Berufsbekleidung das Zelt besuchen, werden zwischen 10 und 12 Uhr auf zwei Weißwürste und eine kleine Brezn eingeladen.

Bei Reservierungen wird im Festzelt Tradition kein Mindestverzehr verlangt.

www.oktoberfestzelt-tradition.de

Das Herzkasperl-Festzelt des Münchner Volkskulturpreisträgers und Wirts der Traditionsgaststätte Fraunhofer, Josef „Beppi“ Bachmaier, ist das Zelt der Musikantinnen und Musikanten. Einfallsreich, witzig, interkulturell und auch mal aufmüpfig: Hier trifft sich die junge Volksmusikszene. Vormittags und abends können auf der Bühne im Biergarten auch Laien aufspielen.

Auf den Tanzböden im Zelt und im Garten lässt sich das Tanzbein schwingen, egal ob Zwiefacher oder Freestyle.

Kabarettist Maxi Schafroth übernimmt den Anstich im Festzelt. Der Name des Festzelts ist eine Hommage an den Münchner Schauspieler und Kabarettisten Jörg Hube und spielt auf den „Wiesn-Wahnsinn“ drüben auf dem Oktoberfest-Gelände an.

Die Küche bietet klassisch-bayerische Schmankerl, aber auch vegetarische und vegane Spezialitäten sowie Bio-Hendl. www.herzkasperlzelt.de

Neu auf der Oidn Wiesn ist das Volkssängerzelt Schützenlisl der Wirtsfamilie Stiftl. In ihrem Zelt nimmt die Tradition der legendären Volkssängergrößen wie Weiß Ferdl, Bally Prell, Hans Blädel großen Raum ein. Traudi Siferlinger, BR-Moderatorin und Wirtshausmusik-Expertin, hat das qualitativ sehr hochwertig Musikprogramm zusammengestellt.

Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht, es gibt sogar Liederhefte zum Mitnehmen. Die bayerische Schauspielerin und Kabarettistin Monika Gruber zapft zum Wiesn-Anstich an.

Auf der Speisekarte stehen Spezialitäten aus der hauseigenen Metzgerei, Fairtrade-Produkte sowie vegetarische und vegane Schmankerl, alles Spezialitäten aus der Region, die das Bayerische Bio-Siegel oder das Siegel „Geprüfte Qualität Bayern“ tragen. Ausgeschenkt wird Augustiner vom Holzfass in Steinkrügen und Weißbier von Hacker Pschorr. www.stiftl-oktoberfest.de

Die Oide Wiesn auf einen Blick

Areal: 3,5 Hektar auf dem Südteil der Theresienwiese

Eintritt: 4 Euro pro Person (ab 21 Uhr Eintritt frei)

Freier Eintritt für Kinder bis 14 Jahre und für Schwerbehinderte ab 50 Prozent mit gültigem Schwerbehindertenausweis sowie bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweis mit Sichtvermerk B auch Begleitperson frei.

Fahrgeschäfte: 1 Euro, die Eintrittskarte beinhaltet freien Eintritt zum Kulturprogramm der Festzelte

Betriebszeiten:

Festgelände: 10 – 23 Uhr

Schausteller: 10 – 22.30 Uhr

(am Eröffnungstag 12 – 22.30 Uhr)

Festzelte: 10 – 22.30 Uhr

Ausschank: 10 – 21.30 Uhr

Musikzeiten: 10 – 21.30 Uhr

Bierpreis: 12,60 – 13,40 Euro (2019: 10,80 – 11,40 Euro)

Der Besuch des Oktoberfest ist keine preiswerte Angelegenheit, die Bierpreise haben es in sich. Mehr über den offiziellen Bierpreis erfährst Du auf der Seite Oktoberfest.de. Auf der Webseite wird auch über die offizielle „Kluft“ informiert, über Dirndl und Tracht auf dem Oktoberfest.

Nun etwas Statistik und Hintergrundwissen.

Bier trinken als Wirtschaftsförderung – wer besucht eigentlich das Oktoberfest

Wiesn-Wirtschaft – Das Oktoberfest als Wirtschaftsfaktor

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Landeshauptstadt München hat als Veranstalter des Oktoberfests während der Wiesn 2019 eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben, die über Wirtschaftswert des Volksfestes, Besucherstruktur und Image Auskunft gibt. Damit erfolgt eine Aktualisierung des Ergebnisses der Umfrage 2014.

Wirtschaftswert der Wiesn

Nach aktuellen Berechnungen des Veranstalters auf Basis der genannten Umfrage betrug der Wirtschaftswert des Oktoberfests 2019 1,25 Milliarden Euro.

• Den Umfragen und Berechnungen zufolge gaben die rund 6,3 Millionen Festbesucher an den 16 Tagen insgesamt etwa 448 Millionen Euro (pro Person durchschnittlich 71,12 Euro) direkt auf dem Oktoberfest aus.

• Die auswärtigen Besucher ließen für Verpflegung, Einkäufe, Taxifahrten oder die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel weitere 289 Millionen Euro in der Stadt.

• Für Übernachtungen und Gastronomie gaben die auswärtigen Festgäste nochmals insgesamt rund 513 Millionen Euro aus.

• 71 Prozent (2014: 65 Prozent) der auswärtigen Gästen übernachteten während des Oktoberfests in München. Diese Übernachtungen teilen sich wie folgt auf:

– 31 Prozentpunkte (2014: 30 Prozentpunkte) wählten eine Unterkunft bei Freunden, Verwandten und Bekannten

– 40 Prozentpunkte (2014: 70 Prozentpunkte) logierten in kommerziellen Unterkünften (Hotels, Pensionen, Campingplätze, private Vermieter, Jugendherbergen).

Woher die Gäste kommen

Das Oktoberfest ist nach wie vor ein bayerisches Fest: Die überwiegende Mehrheit der Oktoberfestbesucher kommt mit 70 Prozent aus Bayern (2014: 71 Prozent), konkret 62 Prozentpunkte direkt aus München und dem Umland (2014: 58 Prozent) und 8 Prozent aus dem übrigen Bayern (2014: 13 Prozent). 9 Prozent der Wiesn-Gäste (2014:15 Prozent) reisen aus den übrigen deutschen Bundesländern an.

Die restlichen 21 Prozent der Festgäste (2014: 14 Prozent) kommen aus dem Ausland, davon aus

Italien 3,9 % (2014: 1,7 %),

den USA 3,7 % (2014: 1,7 %),

Österreich 2,9 % (2014: 1,1 %),

GB 1,4 % (2014: 1,4 %),

der Schweiz 1,3 % (2014: 1,7 %),

Australien 0,9 % (2014: 1,0 %),

Kanada 0,9 % (2014: 0,3 %),

Niederlande 0,9 % (2014: 0,3 %),

Irland 0,7 % (2014: 1,2 %),

Indien 0,4 % (2014: 0,7 %),

Frankreich 0,3 % (2014: 0,6 %),

Brasilien 0,3 % (2014: 0,4 %)

und anderen Ländern: 3,4% (2014: 3,8%)

Der statistische Wiesntisch mit zehn Sitzplätzen ist demnach mit sechs Gästen aus München oder der Umgebung, einem sonstigen Bayern, einem Deutschen und zwei Ausländern besetzt. Die Ausländer kommen dabei mit großer Wahrscheinlichkeit aus Italien, den USA oder Österreich.

Wie alt die Besucher sind

Die Wiesn ist nach wie vor ein Fest für alle Generationen. Jung und Alt feiern gemeinsam. Dem allgemeinen demografischen Wandel entsprechend steigt das Durchschnittsalter der Oktoberfestbesucher. So hat die Altersgruppe „30 Jahre und älter“ 2019 einen Anteil von 64 Prozent (2014: 57 Prozent).

Dementsprechend ging der Anteil der unter 30-Jährigen von 43 Prozent 2014 auf 34 Prozent im Jahr 2019 zurück.

Die größte Besuchergruppe war mit 25 Prozent die der 30- bis 39- Jährigen, gefolgt von den 25- bis 29-Jährigen mit 17 Prozent. Jeweils einen Anteil von 15 Prozent hatten die 18- bis 24-Jährigen und die Gäste im Alter von 40 bis 49 Jahren. 60-Jährige und ältere Besucher waren 2019 mit 13 Prozent gegenüber 12 Prozent im Jahr 2014 vertreten. Mit 11 Prozent bildeten die Gruppe der 50- bis 59-Jährigen sowie die unter 18- Jährigen mit 2 Prozent das Schlusslicht.

Das Geschlechterverhältnis ist mit 50 Prozent (2014: 51 Prozent) weiblichen und 49 Prozent (2014: 49 Prozent) männlichen Besuchern ausgewogen. Ein Prozent der Besucher wählte die Bezeichnung divers. In den Jahren 1999/2000 waren noch 62 Prozent der Gäste Männer und nur 38 Prozent Frauen. 2008 hatten Frauen und Männer schon den gleichen Anteil wie 2019.

Einmal Wiesn – immer Wiesn

Auf die Frage „Sind Sie zum ersten Mal auf dem Oktoberfest?“ antworteten 22 Prozent (2014: 20 Prozent) der Befragten mit „ja“. Sowohl 2014 wie auch im Jahr 2019 war der Besuch der Wiesn für jeden fünften Besucher der erste. Nur fünf Prozent der Gäste aus München, aber 28 Prozent der Gäste aus Deutschland und 60 Prozent der Gäste aus dem Ausland waren 2019 das erste Mal auf dem Oktoberfest.

78 Prozent (2014: 80 Prozent) der Befragten sind Folgebesucher und haben die Wiesn schon früher einmal oder mehrmals besucht.

Für die Mehrzahl der Wiesn-Besucher ist der Besuch der Festwiese an den 16 Tagen keine einmalige Sache. Knapp 80 Prozent der Gäste besuchten 2019 das Oktoberfest mehr als einmal, über die Hälfte (57 Prozent) sogar mehr als dreimal. Somit hat sich die Besuchshäufigkeit gegenüber 2014 deutlich gesteigert. Die Mehrheit der Gäste verbrachte zwischen drei und neun Stunden auf dem Volksfest.

So zufrieden sind die Gäste

Die große Mehrheit der Gäste ist mit dem Angebot auf dem Oktoberfest zufrieden. Das Angebot an Schaustellungen, Waren und gastronomischen Betrieben gefällt insgesamt 98 Prozent (2014: 96 Prozent) aller Befragten. 95 Prozent der Befragten gefiel das Angebot der Gastronomie. Auf die Frage „Was fehlt Ihnen bei dem Angebot der Speisen und Getränke“ antworteten über 36 Prozent der Befragten „günstigere Angebote“. 9 Prozent der Befragten wünschten sich „gesünderes Essen“ und 5 Prozent „mehr Vegetarisches“.

85 Prozent der Befragten waren allein mit der Vielfalt der Fahrgeschäfte weitgehend zufrieden. 11 Prozent der Gäste hätten sich allerdings über günstigere Preise gefreut.

Das Angebot für Kinder allgemein auf der Wiesn wurde von 64 Prozent der befragten Gäste positiv eingeschätzt, allerdings auch für zu teuer gehalten. Abzüge bei der Kinderfreundlichkeit gab es durch die Antwort „zu voll“ (7,6 Prozent), den Ruf nach mehr Bereichen nur für Kinder (1,1 Prozent) und dem Auftreten von „zu vielen Betrunkenen“ (0,6 Prozent).

Auf dem Festplatz fühlen sich die Gäste mit 94 Prozent überwiegend sicher.

In Sachen Barrierefreiheit ist das Oktoberfest unter den deutschen Volksfesten führend. 60 Prozent der Befragten finden die Wiesn behindertengerecht.

Der Wunsch nach bargeldlosen Bezahlmöglichkeiten ist bei über der Hälfte (58 Prozent) der Befragten groß.

Bierzeltbesuch

Der Besuch einer der Festhallen gehört zu einem Wiesn-Bummel für die meisten Gäste einfach dazu: 79 Prozent (2014: 78 Prozent) aller Befragten besuchten ein Bierzelt, 15 Prozent (2014: 22 Prozent) hatten nicht vor, eine Festhalle aufzusuchen, und 6 Prozent waren noch unsicher.

Die Hauptgründe dafür, kein Bierzelt zu besuchen, waren „kein Interesse“ (62 Prozent), „keinen Platz bekommen“ (19 Prozent) und „zu teuer“ (11 Prozent).

Für die Gruppe der internationalen Gäste ist ein Besuch im Bierzelt attraktiver als für Gäste aus dem Inland. 92 Prozent (2014: 91 Prozent) der Befragten aus dem Ausland gaben an, ein Bierzelt besuchen zu wollen gegenüber 76 Prozent (2014: 73 Prozent) der Deutschen.

Der Besuch einer Festhalle ist besonders für die unter 30-Jährigen attraktiv: Von den 18- bis 24-Jährigen zieht es bis zu 87 Prozent in ein Bierzelt, 85 Prozent der 25- bis 29-Jährigen sind ebenfalls mit dabei. Besonders von den Festhallen angezogen erweist sich mit 82 Prozent auch die Gruppe der Best Ager von 50 bis 59 Jahre. Für die 30- bis 39- Jährigen mit 77 Prozent und die 40- bis 49-Jährigen mit immerhin noch 72 Prozent gehört ein Bierzeltbesuch zum Oktoberfest dazu. Aber auch die Generation 60+ steht mit 76 Prozent den Jüngeren kaum nach.

Für Männer ist der Besuch eines Festzeltes mit 81 Prozent (2014: 83 Prozent) immer noch attraktiver als für Frauen mit 78 Prozent (2014: 74 Prozent). Der Trend weist auf eine Annäherung der beiden Geschlechter bei dieser Frage hin.

Das Volksfestvergnügen

Über die Hälfte der Befragten (59 Prozent) gaben an, den Schaustellerbereich auf der Wiesn zu besuchen. Teils aus Desinteresse (61 Prozent), teils, weil zu teuer (20 Prozent), oder weil der Festplatz zu voll war (6,4 Prozent), hießen die Antworten auf die Frage, aus welchen Gründen der Schaustellerbereich nicht aufgesucht werde.

Oide Wiesn

51 Prozent der Befragten gefällt an der Oidn Wiesn der geringere Trubel. Das nostalgische Flair mit den historischen Fahrgeschäften und Attraktionen machen für 27 Prozent der Befragten den besonders Reiz dieses Teils der Wiesn aus, die spezielle Atmosphäre und gute Stimmung motivieren 45 Prozent zu einem Besuch und 22 Prozent sehen in der Oidn Wiesn ein „Stück Heimat“.

Das Angebot zum Tanzen, die Musikauswahl und die Kulturvermittlung werden als positiv empfunden. Von den Festzelten auf der Oidn Wiesn hat das Programm des Festzelts Tradition mit bayerischer Volkskultur am meisten Anklang gefunden (21 Prozent). Auch das Angebot für Kinder wird lobend erwähnt (18 Prozent). 17 Prozent der Befragten sahen bei einem Besuch der Oidn Wiesn gute Chancen auf freie Plätze in den Festzelten.

Eine Besuchsabsicht des nostalgischen Volksfestteils gaben 38 Prozent der Befragten an. 2019 besuchten rund 557.000 (2014: 610.000) zahlenden Gäste die Oide Wiesn.

Mediennutzung der Wiesngäste

Auf die Frage „Über welche Medien haben Sie sich Informationen über das Oktoberfest geholt“ verwiesen jedoch die meisten Gäste auf Mundpropaganda (62 Prozent), gefolgt von Fernsehen und Internet (je 46 Prozent). Die offizielle Oktoberfest-Seite www.oktoberfest.de wurde dabei von 72 Prozent der User aufgerufen, 47 Prozent informierten sich auf dem offiziellen Stadtportal www.muenchen.de. 20 Prozent der Befragten aus Deutschland und 40 Prozent aus dem Ausland nutzten Instagram zur Recherche. Die Oktoberfest-App haben knapp 40 Prozent der befragten Personen als zusätzliche Informationsquelle gewählt. Ausländische Besucher (47 Prozent) haben sich im Vorfeld mehr informiert als deutsche (20 Prozent) oder Münchner (15 Prozent). In Hinblick auf das Alter waren es verstärkt die jüngeren Personen zwischen 18 und 29 Jahren, die sich vor dem Besuch Informationen vor allem über Fernsehen (50 Prozent), Instagram (39 Prozent), das Internet (37 Prozent) und Facebook (32 Prozent) eingeholt haben.

Bekanntheitsgrad der Wiesn

Das Oktoberfest ist weltweit bekannt und ein „Selbstläufer“. Seit 1985, dem Jahr des 175. Oktoberfestjubiläums mit 7,1 Millionen Besuchern, wird für die Wiesn nicht mehr geworben. Bereits eine Umfrage über Akzeptanz und Bekanntheit deutscher Begriffe im Ausland, die im Auftrag der Deutschen Zentrale für Tourismus im Februar 1999 von der Agentur Bates weltweit durchgeführt wurde, ergab, dass 91 Prozent der Befragten den Begriff „Oktoberfest“ kannten. Heute tragen soziale Medien das Oktoberfest in alle Welt: Aktuell finden zum Beispiel der Suchdienst „Google“ zum Begriff „Oktoberfest“ Einträge in Millionenhöhe ( Mai 2020: 56.300.000 Einträge), „youtube“ 21.800.000 (2014: knapp eine Million) Einträge, Instagram 24.300.000 Einträge und Twitter zwitschert 41.700.000 (2014: 3,5 Millionen) Mal über die Wiesn. Nicht zu vergessen die Webcams, die auf der Wiesn installiert sind und täglich Live-Bilder des Festgeschehens rund um den Globus liefern. Durch seinen weltweiten Bekanntheitsgrad ist das Oktoberfest ein touristischer Magnet und Exportartikel par excellence.

Imagewert der Wiesn

Mehr als 2.000 „Oktoberfeste“ nach Münchner Manier werden über den Erdball verteilt veranstaltet. Hiervon finden die Größten in Blumenau (Brasilien) und in Kitchener (Kanada) mit jeweils rund einer Million Besuchern statt, gefolgt von Frankenmuth/Michigan (USA) mit etwa 350.000 Besuchern. In China gibt es „Bierfeste“ der Superlative: Die im Juli und August stattfindenden Feste in Peking, Dalian und Quingdao weisen Besucherzahlen in Millionenhöhe auf.

Das Oktoberfest prägt das Image der weißblauen Metropole unverkennbar. Der Werbewert der Wiesn für München ist zwar nicht messbar, doch der Ruf, den München durch das Oktoberfest national und international genießt, schlägt sich in den Besucherzahlen nieder. Nicht zuletzt dank dieses einmaligen Volksfestes gehört München zu den führenden Tourismus-Metropolen Deutschlands.

Arbeitsplatz Wiesn

Während der „Wiesn-Saison“ stehen auf dem Oktoberfest etwa 13.000 Arbeitsplätze bereit. 8.000 Beschäftigte werden in festem Arbeitsverhältnis angestellt, weitere 5.000 Personen finden als wechselnde Beschäftigte auf der Wiesn Arbeit.

Die Organisation

Seit über 180 Jahren wird das Oktoberfest von der Landeshauptstadt München ausgerichtet und die Entwicklung des Volksfestes von städtischer Seite gesteuert. Für die Organisation und Abwicklung des Festes ist das Referat für Arbeit und Wirtschaft zuständig. Auf seinen Vorschlag trifft der Wirtschaftsausschuss des Münchner Stadtrats alle wichtigen Entscheidungen über die Wiesn. Etwa 1.100 Bewerbungen von Schaustellern und Marktkaufleuten gehen jährlich ein und werden bewertet. Letztlich werden etwa 550 Bewerber zugelassen.

Anreise und Übernachtung

München ist ausgesprochen gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, mit dem Zug zum Hauptbahnhof München oder über den Flughafen München (MUC). Vom Hauptbahnhof mit der U4 oder U5 erreichbar, im Prinzip könnte man auch rund 15 Minuten vom Hauptbahnhof laufen. Vom Flughafen dauert es mit der S-Bahn und ggf. Umsteigen in die U-Bahn rund eine Stunde.

Übernachtungsplätze sind zur Zeit des Oktoberfests rar und teuer. Eine Alternative zu den Hotels ist vielleicht Airbnb. Die Suchanfragen für Aufenthalte auf Airbnb in München während des Oktoberfests sind seit Ende März auf das Fünffache gestiegen. Die meisten Gäste während der Wiesn kommen aus den USA, Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Ansonsten wirst Du sicherlich auf dem vermutlich weltweit größtem Unterkunftsportal Booking.com* fündig.

Titelfoto / Blick über das Münchner Oktoberfest / © München Tourismus / Tommy Lösch

Quelle: München Tourismus, eig. Recherche


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