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Sevilla, Plaza de España. Foto: TURESPAÑA

Sevilla und der Barockmaler Murillo

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Bartolomé Esteban Murillo ist ganz und gar ein Künstler Sevillas. Nicht nur, weil er Ende 1617 in Sevilla geboren wurde und bis zu seinem Tod dort lebte, sondern auch, weil seine Kunst eng mit der lokalen Kultur der Stadt und ihres Umfelds verwachsen ist.

Murillo ist einer der wichtigsten Maler des spanischen Siglo de Oro, ein Vertreter der Sevillaner Schule, mit zahlreichen Schülern und Anhängern, die seinen künstlerischen Einfluss bis ins 18. Jahrhundert wach hielten. Arbeiten des Barockmalers gibt es – außer in Museen und Kirchen Sevillas – im Madrider Prado und in Museen in Paris, San Petersburg, London, Washington und München.

Kein Wunder, dass Sevilla diesem Sohn der Stadt zum 400. Jahrestag seiner Geburt ein großes Fest ausrichtete. Dazu zählen sechs  Ausstellungen, die sich mit seinem Werk auseinandersetzen, Symposien, Musik und audiovisuelle Projekte, Straßentheater und vieles mehr.


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Den Auftakt gab das Museo Bellas Artes im Spätherbst 2017 mit Murillo. IV. Centenario,  eine Ausstellung, die sich um das Retabel „Los Capuchinos“ dreht, um seinen Weg durch die Jahrhunderte, seine Leidensgeschichte und seine Wiederherstellung. Es sind Bilder, die von Murillo für die Kirche des Convento de los Capuchinos in Sevilla geschaffen wurden und die glücklicherweise seit geraumer Zeit zum Bestand des Museums gehören.

Die Hauptaktivitäten der umfangreichen Ehrung sind für das Jahr 2018 geplant

Im El Espacio de Santa Clara geht dann eine Ausstellung dem Einfluss Murillos auf die Arbeiten von Künstlern nach, die ihren Weg als seine Schüler begonnen hatten. Und die Sala Turina untersucht zwischen April und September das Moderne in den Werken des Malers.

Sevilla, Plaza de la Alianza. Foto: TURESPAÑA
Sevilla, Plaza de la Alianza. Foto: TURESPAÑA

Die Route Murillo durch die Stadt bietet Interessantes und Wissenswertes auf den Spuren des Malers. Sie schließt verschiedene Kirchen ein, denn Murillos Motive waren vor allem religiöser Art – das Prado-Museum bezeichnet ihn als einen „perfekten Interpreten des religiösen Ideals seiner Zeit“. In der Kathedrale von Sevilla sind z. B. La Vision de San Antonio de Padua und Die Taufe Christi zu bewundern. Im  Erzbischof-Palais befindet sich eine große Version seiner Inmaculada. Die Route führt u. a. auch zum Geburtshaus Murillos, zu seiner Gedenkstätte auf der Plaza de Santa Cruz, den Jardines de Murillo (Gärten von Murillo) nahe dem Alcazar und dem Palacio San Telmo mit einer Skulptur des Malers.

Weitere Informationen:

www.sevilla.org / www.visitarsevilla.es (jeweils nur in spanischer Sprache)

Quelle: Spanisches Fremdenverkehrsamt

Titelfoto / Sevilla, Plaza de España. / Foto: TURESPAÑA

 

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